Was sind eigentlich Fledermäuse?

Fledermäuse sind nachtaktive Säugetiere, die ihre Nahrung im Flug oder von Blättern und vom Boden erbeuten können. Dies ist durch die ausgeklügelte Ultraschall - Echoorientierung möglich, die die Evolution vor etwas mehr als 50.000 Jahren hervorbrachte, und die sich seit dem fast bis zur Perfektion entwickeln konnte. Diese Ultraschallaute liegen in einem für uns Menschen nicht mehr wahrnehmbaren Frequenzbereich. Die Fledermäuse aber sind durch die Echos ihrer Rufe in der Lage, sich im Gehirn ein sehr genaues Bild ihrer Umwelt zu formen. Diese Fähigkeit macht sie vom Licht unabhängig. Fledermäuse und Flughunde, die gemeinsam zur Ordnung der Fledertiere zählen, sind weltweit mit etwa 900 Arten vertreten. Ihr Ausbreitungsschwerpunkt liegt in den subtropischen und tropischen Regionen unseres Planeten. In Europa gibt es lediglich 30 Arten, die sich ausschließlich von I n s e k t e n ernähren und allesamt vom Aussterben bedroht sind.

Warum Fledermäuse schützen?

Wer schon einmal das heute leider sehr seltene Glück hatte, ein langjähriges Fledermausquartier, z. B. eine Wochenstube in der Jungtiere geboren und aufgezogen werden, zu sehen, der wird durch die manchmal meterhohen Kothaufen einen Eindruck davon bekommen, welche Insektenmassen diese kleinen Tiere erbeuten können. Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben, daß Fledermäuse täglich bis zu 38% ihres eigenen Körpergewichts an Nahrung zu sich nehmen. Welche Bedeutung dies für die Land- und Forstwirtschaft hat, liegt da wohl auf der Hand. Und wer muß sich im Sommer nicht die Nächte um die Ohren schlagen, um sich die lästigen Mücken vom Leib zu halten? Eine einzige Wasserfledermaus (Myotis daubentoni) z. B. vernichtet in der Zeit von Mitte Mai bis Mitte Oktober ca. 60.000 Stechmücken! Also, wer Fledermäuse im Garten hat, den werden die Mücken wohl wenig ärgern...

Wo stecken sie tagsüber?

Fledermäuse suchen tagsüber sog. Quartiere auf, in denen sie vor ungünstigen Witterungseinflüssen wie Kälte, Regen, Zugluft und eventuellen Freßfeinden geschützt sind. Es gibt Wochenstuben, in denen zwischen Ende Juni und Anfang August die Jungen geboren und aufgezogen werden. Dies geschieht im Gebälk von alten Gebäuden. Tages- oder Zwischenquartiere können fast überall sein, hinter Fensterläden, im Efeu, in Geröllhaufen, in Mauerritzen, hinter Dachsparren oder Bretterverkleidungen. Da sind der Phantasie der Fledermäuse fast keine Grenzen gesetzt, solange sie dort Schutz finden. Bei der Wahl der Winterquartiere sind sie schon anspruchsvoller. Da Fledermäuse zu den winterschlafhaltenden Säugern zählen, sollten diese Quartiere frostsicher sein und eine hohe Luftfeuchtigkeit aufweisen um die Tiere vor dem Austrocknen zu bewahren. Diese Vorraussetzungen bieten vor allem im Bergland Naturhöhlen und alte Bergwerksstollen und im Tiefland, also bei uns, alte Bier- und Weinkeller, Gruftgewölbe, Bunker oder Brunnenschächte. Um diese Quartiere aufzusuchen, wandern die Tiere je nach Art oft bis zu 1.000 Kilometer oder mehr. Die absoluten Spitzenreiter in Sachen Wanderung sind der auch bei uns beheimatete Große Abendsegler (Nyctalus noctula) und die Rauhhautfledermaus (Pipistrellus nathusii) mit einer Wanderstrecke von 1.600 Kilometern.

Wodurch sind unsere Fledermäuse gefährdet?

Obwohl alle 22 bei uns heimischen Fledermausarten unter Naturschutz stehen, sind die Bestände innerhalb der letzten 30 Jahre um ca. 80% geschrumpft. Diese alarmierende Entwicklung ist auf viele Faktoren zurückzuführen:

Wie kann ich helfen?

(Text gefunden: http://home.t-online.de/home/christian.giese/allgfled.htm)

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